Ein Film von Marty Murphy, 83 min, Japan, Erstaufführung 1977

„In einem unbekannten Land…“, so beginnen die Abenteuer der Biene Maja. Nach dem weltweit erfolgreichen Kinderbuch von Waldemar Bonsels wurde ein Film gedreht, der nicht nur das Bienchen in Verzückung versetzt. Schon bei ihrer Geburt zeigt Maja, dass „Durchschnitt“ nicht ihr Lebensziel ist. Während alle anderen Bienen so schnell wie möglich aus ihren Waben heraus schlüpfen, lässt sich Maja Zeit. Agiert sie hier noch nach dem Motto „gut Ding will Weile haben“, soll sich das schnell ändern. Sie hält alle auf Trab, das bekommt auch die Lehrerin Kassandra alsbald zu spüren. Ihr aufgewecktes, aber unbedarftes Wesen bringt sie in die Gefahr, in ein Spinnennetz zu geraten. Dem Hummelgeneral keinen Respekt zu zollen, erweist sich auch nicht gerade als gelungener Schachzug. Doch Maja treibt nicht nur Unsinn, sie kann sich auch an simplen Dingen wie schönem Honiggeruch erfreuen oder mit Willy, ihrem besten Freund, einfach Fangen oder Verstecken spielen. Sie lernt Freundschaft als ein wertvolles Gut kennen, denn so mancher musste ihr schon mal aus der Patsche helfen.
Auf originelle Weise entspricht Maja der kindlichen Natur. Es wird den zuschauenden Kindern geradewegs eine Art Spiegel vorgehalten. Das Bienchen ist frech, neugierig, wissbegierig, schlau und manchmal eben auch ein wenig übermütig. Damit macht sie es ihrer Umwelt zwar nicht gerade leicht, aber ihr sonniges, hilfreiches und liebevolles Wesen lässt sie bald zum Sonnenschein der Wiese werden.
Beim ersten Hinsehen kann man die Zeichnungen wohl nur als schlicht bezeichnen. Bei näherer Betrachtung fallen einem dann jedoch feine Details wie die liebevollen Gesichtszüge der Charaktere oder andere neckische Details auf. Schwungvolle, musikalische Gesangseinlagen tragen zur Abwechslung bei und erhalten somit die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Und auch ich als Erwachsener muss zugeben, diesen Film mit Hingabe gesehen zu haben. Ob es an den schönen Kindheitserinnerungen liegt? Ja, Biene Maja ist ganz anders als das, was heutzutage produziert wird, doch nach meinem Geschmack richtig schönes und auch lehrreiches Kinderprogramm – wirklich eine Empfehlung. Genießen Sie in fast 80 Minuten ein fröhliches Drunter und Drüber.

Die erste Ausstrahlung der Serie Biene Maja in der Bundesrepublik Deutschland geschah vom 9. September 1976 bis September 1977 jeweils donnerstags im ZDF statt, Österreich folgte zehn Tage später. Die Serie entwickelte sich rasch zur bis dahin erfolgreichsten Zeichentrickserie im ZDF, bei der Erstausstrahlung sahen im Schnitt drei bis vier Millionen Kinder zwischen drei und 13 Jahren zu. Das von Karel Gott gesungene Titellied erschien als Polydor-Single mit Bunter Schmetterling als B-Seite am 3. März 1977 und erreichte Anfang Mai 1977 Platz 1 der NDR-Schlagerparade.[1] Der Abspann war eine Instrumentalfassung des Orchesters James Last, die damals so aber nicht veröffentlicht wurde.

Kinostart: 10. Februar 2017
Jugendfreigabe: Jugendfrei

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